Ziegelhaus in Eigenregie planen und errichten – Anleitung

Welche Vorbereitungen sind zu treffen?

Die Errichtung eines Eigenheimes ist dank moderner Bausysteme einfacher, als auf den ersten Blick gedacht. Durch Eigenleistungen könnend die Kosten effektiv reduziert werden. Das führt dazu, dass Neubauten mit modernen Baulösungen in Eigenregie konstruiert werden können, ohne dabei auf Qualität zu verzichten.

Je nach Art der Arbeiten, die in Eigenregie vollzogen werden, ist das Sparpotenzial unterschiedlich hoch. Vor allem für weniger geübte Handwerker gibt es Arbeiten, die die Kosten sinken lassen. Der Einbau von Trockenbau Materialien wie z.B. Rigips Platten ist relativ simpel zu bewerkstelligen und kann die Trockenbaukosten schnell um 70 bis 80 Prozent reduzieren.

In Absprache mit dem Trockenbauer lässt sich schnell ermitteln, welche Arbeiten selbst vollzogen werden können.

Das gleiche gilt für die Tapezier- und Malerarbeiten. Wer in der Lage ist, seine Räume selbst zu tapezieren und ggf. auch noch zu streichen, kann schnell eine Menge an Geld einsparen. Häufig muss der Maler nur noch den letzten Feinschliff erledigen, so dass bis zu 80% der Kosten gespart werden können.

Im Rohbau lässt sich viel Geld durch Vorarbeiten oder durch komplett in Eigenregie vollzogene Arbeiten einsparen. Das Vorbereiten der Schlitze für die Elektrik ist eine Arbeit, die meist einfach zu bewerkstelligen ist, jedoch wegen des Staubes und Schmutzes nicht so gerne von Handwerkern gemacht wird.

  • Wer hier in Absprache selbst aktiv werden möchte, kann mitunter Zeit und Geld sparen.
  • Auch das spätere Verputzen von Wänden kann von geübten Heimwerkern vollzogen werden und dazu führen, dass bis zu 90% der Kosten eingespart werden können. Das trifft vor allem dann zu, wenn auch das nach dem Verputzen notwendige Schleifen in Eigenregie übernommen werden sollte.

Bevor das Bauvorhaben beginnt ist es ratsam, sich über die notwendigen Arbeiten und Leistungen zu informieren. Nicht alles kann in kompletter Eigenregie übernommen werden. Es ist durchaus denkbar, dass auch Handwerker engagiert werden.

Bestimmte Dienstleistungen sollten von Experten mit Fachwissen realisiert werden. Über Online Videos besteht die Option schnell und einfach eine komplette Übersicht über das Bauprojekt und die relevanten Maßnahmen zu erhalten.

Heluz bietet dazu nicht nur die passenden Dienstleistungen, sondern informiert in einer eigenen Video-Serie anschaulich darüber, wie der Hausbau gestaltet werden kann. Die Vorteile der Heluz Bausysteme werden deutlich und ermutigen, mit den Planungen zu beginnen.

Bevor der Bau beginnen kann, ist es notwendig, die Projektdokumentation zu studieren. Wer hier sorgsam umgeht, erlebt keine Überraschungen, sondern darf sich letztendlich über ein angenehmes und solide abgewickeltes Bauprojekt freuen.

Zu den Dingen, die als erstes mit berücksichtigt werden sollen zählt unter anderem die Arbeitssicherheit. Damit es nicht zu fahrlässigen Unfälle kommt, informiert Heluz darüber, was bei den einzelnen Schritten zu beachten ist.

  • Heluz informiert in der Projektdokumentation über alle relevanten Schritte und Maßnahmen vor dem Baubeginn
  • Leistungen und Services rund um das Bauvorhaben können unterstützend gebucht werden
  • Heluz bietet die Möglichkeit, Werkzeuge und Maschinen zu leihen

Zu den umfangreichen Serviceleistungen zählt unter anderem eine kostenfreie Materialberechnung. Dies hat den Vorteil, dass die wesentlichen Kosten immer im Blick gehalten werden.

Überraschungen werden somit bereits von Beginn an ausgeschlossen. Für die einzelnen Bauphasen, die bei der Errichtung eines Ziegelhauses beachtet werden müssen, gibt es konkrete Hilfestellungen – zum Beispiel in Form von Verlegeplänen, wenn es um die Gestaltung der Deckenteile geht.

Die Firma Heluz bietet Bauherren einen Rundumservice. Nicht nur Leistungen für das Bauvorhaben, sondern auch Werkzeuge und Arbeitsmittel können direkt über Heluz geliehen werden.

Das spart in der Praxis einiges an Kosten, denn viele Gerätschaften und Werkzeuge werden in der Bauphase nur einmalig, oder für einen kurzen Zeitraum gebraucht und müssen somit nicht extra angeschafft werden.

Informationen zu den einzelnen Bauphasen und Bausystemen finden sich in der Video-Serie (siehe Link zur Video-Serie), die Heluz auf YouTube veröffentlicht hat.

Welche Ziegelarten kommen für den Hausbau in Frage?

Ziegel ist nicht gleich Ziegel. In der Kategorie Mauerziegel gibt es zahlreiche Produkte und Formate, die für das Bauvorhaben geeignet sein können. Je nach Format und Güteeigenschaft werden für tragende Wände oder z.B. für das Außenmauerwerk andere Ziegelsteine verwendet, als es bei einfachen Wänden der Fall ist. Die Anforderungen an die Ziegelarten werden in einer eigenen DIN-Norm reguliert.

  • Lochziegel bieten hervorragende Wärmedämmungen und eignen sich für energieeffiziente Häuser
  • Klinkersteine werden bei 1.200°C gebrannt und gelten als robust und sehr langlebig
  • Vollziegel verfügen über einen hervorragenden Schallschutz und können durch Wärmedämmungen ergänzt werden
  • Der HELUZ FAMILY 2in1 Ziegelstein überzeugt mit einer Wärmedämmung (U = 0,11 W/m2K) und ist bereits über 10 Jahre erfolgreich auf dem Markt

Von essentieller Bedeutung sind dabei die Art und Gestalt sowie als auch die Maße der Ziegelsteine. Ferner spielen die Dichte des Materials sowie als auch die Druckfestigkeit (wichtig für die Belastbarkeit) eine entscheidende Rolle. Auch das Verhalten bei Frost ist wichtig, wenn es um die Errichtung von z.B. Außenmauern mit Ziegelsteinen geht.

Bild: Haus im Rohbau mit Heluz Ziegelsteinen
Bild: Haus im Rohbau mit Heluz Ziegelsteinen

Bild: Haus im Rohbau mit Heluz Ziegelsteinen

Zu den bekanntesten Ziegelarten zählen z.B. Vollziegel und Klinker. Darüber hinaus werden gerne Lochziegel sowie Plan- und Blockziegel eingesetzt. Vollziegel bestehen zu mindestens 85% aus dem Ziegelmaterial, welches durch Ton ergänzt wird. Die Schallschutzeigenschaft ist bestens, die Wärmedämmung vergleichsweise gering, weshalb oftmals mit einer zusätzlichen Dämmung von außen gearbeitet wird. Vollziegel gelten als frostsicher und werden gerne für Außenmauern verwendet.

Klinker gelten als besonders robust, da sie bei 1.200°C gebrannt werden. Das Brennen der Klinkersteine trägt dazu bei, dass diese besonders widerstandfähig sind und als sehr druckfest gelten.

Lochziegel gelten was die Wärmedämmung angeht als besonders gut geeignet für den Hausbau. Unterschieden wird zwischen Hochlochziegeln und Langlochziegeln. Die Löcher sind also entweder senkrecht oder waagerecht angeordnet. Der Hohlraum kann je nach Variante auch mit Dämmmaterial gefüllt sein. Geeignet sind diese Ziegel vor allem für Passivhäuser oder für energieeffiziente Häuser mit massiver Ziegelbauweise.

Heluz bietet mit dem Heluz Family 2in1 Ziegelstein einen Planziegel der über eine besonders gute Wärmedämmung verfügt. Mit einem U-Wert von 0,11 W/m2K ist er bereits seit über 10 Jahren erfolgreicher, als es bei den Produkten der Mitbewerber der Fall ist. Das Ziegelsortiment von Heluz ist mehr als umfangreich und bietet für das Außenmauerwerk sowie für das Innenmauerwerk die passenden Ziegel. Darüber hinaus werden für Ecken oder z.B. Fensterbänke sowie Stürze und Decken ebenfalls passende Ziegel und Elemente angeboten.

Bild: Der Heluz 50 Family 2in1 Ziegelstein bietet dank Polystyren hervorragende Dämmeigenschaften
Bild: Der Heluz 50 Family 2in1 Ziegelstein bietet dank Polystyren hervorragende Dämmeigenschaften

 

Geeignet ist der Heluz 50 Family 2in1 Ziegelstein vor allem für die Errichtung von Außenmauern von energiesparenden Gebäuden. Bei der Errichtung von Nullenergie-, Passiv- sowie Niedrigenergiehäusern kommt dieser Ziegelstein bereits seit vielen Jahren erfolgreich zum Einsatz. Zu den Besonderheiten zählt, dass die Ziegel mit Polystyren ausgefüllt werden.

Das Material verbessert die Wärmeisolierung um 40% und bietet dabei eine gleichbleibend stabile Dampfdurchlässigkeit. In den Varianten mit 440 bzw. 500mm Breite erfüllen die Ziegelsteine auch ohne eine zusätzliche Wärmeisolierung bereits die Richtwerte für Passivhäuser.

Wie unterscheiden sich Passiv- und Niedrigenergiehäuser voneinander?

Passivhäuser und Niedrigenergiehäuser unterscheiden sich in ihrer Definition deutlich voneinander. Bei einem Passivhaus ist mit einem Heizbedarf von maximal 10 kWh je m2a pro Jahr zu rechnen.

Der Standard hinsichtlich der Energieeffizient ist damit deutlich höher, als es bei einem Niedrigenergiehaus der Fall ist. Eine klassische Heizung oder eine Klimaanlage werden bei einem Passivhaus in der Regel nicht benötigt. Die Einsparmöglichkeiten hinsichtlich des Energiebedarfes liegen bei mindestens 70%.

Die Sonne sowie die erzeugte Solarenergie werden bei einem Passivhaus als Energiequellen genutzt. Die Fassade ist zu einem großen Teil in Richtung Süden ausgerichtet. Das führt dazu, dass die Energie der Sonne optimal genutzt werden kann.

Mit Hilfe eines Wärmetauschers kann Wärme zurückgewonnen werden. Die komplette Fassade, aber auch Böden und Decken sowie Fenster (dreifach verglast mit Gasschicht) sind energetisch ideal eingestellt, so dass es wenig Energieverluste gibt. Mit einem Wärmedurchgangskoeffizienten von U=0,18 W/(m2K) ist man besonders gut aufgestellt.

  • Passivhäuser verbrauchen maximal 10 kWh/(m2a) an Energie pro Jahr
  • Niedrigenergiehäuser verbrauchen maximal 45 kWh/(m2a) an Energie pro Jahr
  • Bei beiden Varianten werden die Fensterfronten in Richtung Süden ausgerichtet, um Wärme über die Sonne zu absorbieren
  • Dreifachverglaste Fenster können bei beiden Hausvarianten genutzt werden.
  • Der U-Wert ist auf einem vergleichbar niedrigen Niveau
  • Erneuerbare Energieträger spielen eine entscheidende Rolle in der Energieversorgung

Bei einem Niedrigenergiehaus wird in etwa die Hälfte dessen an Energie verbraucht, wie es beim aktuellen Standard für ein Haus nach OIB der Fall ist. In der Regel werden bei einem Niedrigenergiehaus vor allem erneuerbare Energiequellen genutzt. Der Energieverbrauch ist grundsätzlich als niedrig einzustufen. Was die Fenster angeht, sind die Hauptfronten ebenfalls in Richtung Süden ausgerichtet, um darüber Wärme zu absorbieren. Eine kontrollierte Lüftung im Inneren des Hauses sorgt dafür, dass frische Luft vorhanden ist und nur sehr wenig Wärme verloren gehen kann.

Bei den Außenwänden wird ein Wärmedurchgangskoeffizient von U = 0,16 bis 0,25 W/ (m2K vorausgesetzt. Die Fenster haben bei einem Niedrigenergiehaus mindestens eine Zweifachverglasung, oder sogar eine Dreifachverglasung.

Tipp: In Österreich werden Anlagen zur Erzeugung von Energie aus nachhaltigen Quellen mitunter gefördert. Das bedeutet, dass je nach Bundesland Fördermittel beantragt werden können. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die regionalen Fördermaßnahmen bei der Planung eines Bauprojektes zu studieren und zu berücksichtigen. Auf den offiziellen Seiten des Landes Österreich kann man sich über die individuellen Fördermittel zu Photovoltaikanlagen sowie als auch zu Solaranlagen informieren. Auch die Umweltförderungen der einzelnen Bundesländer in Österreich werden hier aufgelistet.

Der nachhaltige Wohnbau, aber auch Sanierungen von Gebäuden werden unter anderem gefördert.

Fördergelder können auch bei einer Verbesserung des Wärmeschutzes beantragt werden, wenn es sich um betrieblich genutzte Gebäude handelt. Bei den Photovoltaikanlagen ist es möglich, dass in Kärnten, aber auch in Salzburg und Wien Gelder beantragt werden können, da somit die Erzeugung umweltfreundlichen Stromes unterstützt wird. Die Förderprogramme laufen zum Teil bis 2022, wobei anzumerken ist, dass diese verlängert werden können, oder neue Förderprogramme aufgesetzt werden können.