Garten – Ameisen im Rasen- wirksam bekämpfen – Vorbeugen & Bekämpfung – Fressfeinde

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Ameisen im Garten - Hausmittel, Vorbeugen & Bekämpfung! Stockfoto-ID: 317299486 Copyright: magicmimi, Bigstockphoto.com

Ameisen im Rasen – Tipps zur schonenden Bekämpfung der emsigen Insekten

Der eigene Garten dient als Rückzugs- sowie Ausgleichsdomizil fernab der Alltagsroutine. Oft dient er ebenfalls als Veranstaltungsort von Grillfeiern oder Geburtstagsfeiern beziehungsweise kann als grünes Paradies im Großstadtdschungel für eine natürliche Abwechslung sorgen. Folgend lockt das eigene Idyll Klein und Groß zur Freizeit zwischen Rabatte, Fruchtbäume Laube und Rasen. Doch dieses Idyll ist schnell passé, wenn der Garten die Heimat einer ganzen Ameisenkolonie werden sollte. geworden ist.

In der Regel in Vertretung der Schwarzen Gartenameise – auch Schwarze Wegeameise genannt – bauen sich eher missmutige Emotionen bei den Gartenbesitzern auf. Wie man eine mögliche Invasion der Ameisen verhindern kann beziehungsweise die Beseitigung der Ameisen aus dem eigenen Garten glückt, erklärt folgender Text.

Hinweis: Ameisen sind für einen Garten sehr wichtig. Sie entfernen tote Tierkadaver sowie abgestorbene Pflanzenteile. Insofern möchte sich ein Gärtner die Ameisen eigentlich gar nicht aus dem Garten wünschen.

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Ameisen im Garten – Hausmittel, Vorbeugen & Bekämpfung!
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Allerdings entwickelt sich eine Ameisenkolonie im eigentlichen Rasen doch sehr schnell als Störquelle. Es offenbart sich somit die Philosophie, die Ameisen zwar von ihrem momentanen Neststandort, aber nicht komplett aus der Gartenumgebung zu vertreiben..

Wie kann man der Ameiseninvasion vorbeugen?

Bezüglich der Bekämpfung der Gartenameisen sollte in keinem Fall die Tötung der nützlichen Insekten im Fokus stehen. Auch der eigene Garten genießt einige Vorteile durch das Vorhandensein einer intakten Ameisenkultur.

Was in Form von tüchtigen Arbeiterinnen auf ihrem Transportweg auf der Suche nach zuckerhaltigen Produkten recht gut auszuhalten ist, kann bei der Existenz einer Ameisenkolonie im Garten schnell unangenehm werden.

Das Wohlgefühl einer entspannten Auszeit auf der Sonnenliege, das ungenierte Herumtollen der spielenden Kinder oder der simple Genuss einer Kuchenauszeit werden folgend zu mehr als nur einer Herausforderung.


>> Ameisen im Rasen mit Hausmittel wirksam bekämpfen – Ameisen zerstören den Rasen – HILFE ! , Copyright: Mac Paverick

So richtet sich der Blick Richtung strategischer Bekämpfung mit ökologischen Mitteln. Um die Invasion von Ameisen bereits im Vorfeld zu vermeiden, helfen unter anderem folgende Tipps:

  • Rasen regelmäßig von gefallenem Laub befreien
  • Wegwischen beziehungsweise Aufsaugen von verschütteten Lebensmitteln
  • Entsorgung von Speiseresten
  • Lecks an der Gartenwasserleitung sollten sofort repariert werden
  • Rasenfläche in Abständen vertikutieren
  • April bis September alle 10 Tage Rasenmähen
  • Regelmäßiges Rasensprengen
  • Jährliche Entkalkung des Rasens einhalten

Hinweis: Nur ein kleiner Fleck einer Süßigkeit – Obst, Saft oder ein liegen gebliebenes Bonbon – eine Verlagerung des Ameisentrupps in die angrenzenden Gebäude und somit im schlimmsten Fall in das Wohnhaus bedeuten. Kaum ist solch eine zuckerhaltige Energiequelle gefunden, legen die Ameisen Duftspuren. Und dies lockt in der Folge hunderte weitere Ameisen an.

Praxis: Büsche sowie Hecken sollten entweder entfernt oder wenigstens in regelmäßigen Abschnitten zurück geschnitten werden. In ihnen nisten sich gern Blattläuse ein. Deren produzierter Honigtau wiederum lockt vermehrt Ameisen an.

Es gibt daher für viele Buschgewächse drei wichtige Schneidetermine – am Anfang der Saison, nach dem Frühjahr und am Ende der Gartensaison. Dann dürfte ein Risiko erfolgreich gesenkt worden sein.

Ameisenkolonie finden

Um einen bereits existenten Ameisenbefall des Gartens so gut wie möglich zu beenden, rückt die Suche nach der eigentlichen Ameisenkolonie in den Fokus. Oft befinden sich diese Nester unterhalb von Platten. Daher dürfen folgend Terrassen- oder Gehwegplatten nun ausgiebig untersucht werden.


>> Ameisenhügel im Rasen und Garten entfernen Anleitung , Copyright: Daniel Vetter

Des Weiteren dienen größere Ziersteine oder regelrechte Steinblöcke gern als Unterschlupf. Zusätzlich bilden Ameisen Nester an Stellen, an denen viel Fallgrün übrig bleibt. Insbesondere rund um dicht gewachsene Gewächsen oder auch im Bereich eines Wildgartens schenken heruntergefallene Beeren sowie Blätter ideale Rahmenbedingungen.

Zudem trifft dies auch auf Rasenflächen zu, da sich hier Schutz und Versorgungswege als pragmatische Kombination für die Ameisen präsentiert. Der Vorteil für den Gartenbesitzer zeigt sich nun in der simplen Lokalisierung des Nestes der Kolonie – man erkennt es an einem Hügel mitten im Rasen.

Praxis: Ameisenkolonien haben zwar vernetzte Transportwege, aber sie führen alle auf regelrechte Hauptverkehrswege. Diese zu finden, erleichtert das Unterfangen der Suche nach der Kolonie ungemein. Zudem helfen einem die Insekten dabei, da sie mit „Beute“ stets auf direktem Weg zur Kolonie flüchten.

Ameisennest umsiedeln

Wenn die Ameisenkönigin den Rasen zu ihrem neuen Reich ernannt hat, entstehen mitunter große Nester mitten auf dem Areal, welches für Entspannung oder Spiel geplant war. Eine Auszeit bei Kaffee und Kuchen wird folgend zur Tortur.

Dann ist es Zeit, die mitunter maulwurfähnlichen Hügel umzusiedeln. Jedoch funktioniert dies nur erfolgreich, wenn die Königin mitzieht. Und dafür müssen die optimalen Rahmenbedingungen geschaffen werden.

  • Als Erstes wird ein großer Tonkübel benötigt. Dieser sollte das entstehende Nest vollkommen abdecken können. Alternativ kann dieser auch in unmittelbarer Nachbarschaft zur Ameisenkolonie aufgestellt werden.
  • Dieser Kübel wird folgend mit ausreichend Holzwolle gefüllt. Die Ameisen sollen ein heimeliges Ersatznest vorfinden, welches ohne zu viel neue Arbeit zum Umzug lockt.
  • Nun steht Geduld an! Ein paar Tage sollte den Ameisen für den Umzug gewährt werden. Tatsächlich kann man jetzt warten, bis sich der Karawanenzug lichtet – ein Zeichen für einen gelungenen Umzug.
  • Hinweis: Wenn sich lange und rege Ameisenreihen ergeben, ist dies ein erfolgreiches Signal. In diesem Fall tragen die Arbeiterinnen ihren Nachwuchs in die neue Stätte und haben das neue Heim angenommen.
  • Nun geht es an die Umsiedlung. Mit einem Spaten funktioniert dies am einfachsten. Den schiebt der Gartenbesitzer als eine Art Verschluss unter den Tontopf, sodass das neue Heim der Ameisen an einen anderen, sicheren Ort transportiert werden kann.

Kräuter als Bekämpfungsstrategie gegen Ameisen

Ameisen verfügen über einen ausgesprochen sensiblen Geruchssinn. Aus diesem Grund offenbart sich eine weitere schonende Bekämpfung der Ameiseninvasion im eigenen Rasen.

Da sie diesen Sinn vorrangig zur Orientierung benötigen, brechen einige olfaktorische Köder die Betriebsamkeit der emsigen Insekten. Vollkommen paralysiert werden sie in der Folge das Weite suchen.

Für diese Strategie helfen insbesondere folgende ätherische Kräuter:

  • Anis
  • Eukalyptus
  • Lavendel
  • Salbei
  • Zitronenmelisse

Rund um die Kolonie sowie entlang der erkennbaren Hauptverkehrswege werden diese pflanzlichen Mittel nun drapiert. Bereits binnen weniger Tage ist in der Regel ein eigenständiger Umzug der Ameisen zu verzeichnen. Mit dieser Methode bleibt dem Gartenbesitzer zudem einen zusätzlichen Nutzen, indem die Kräuterspur bewusst gelegt werden kann.

So kann ein Umzug der Ameisen Richtung Laube, Geräteschuppen oder Terrasse verhindert werden. Ebenfalls die Flucht gen Blumenrabatten oder Hecken kann somit abgeschnitten werden.

Sollte der Garten an einem Waldrand liegen, empfiehlt sich daher die Marschrichtung mittels Kräuter in die Wildnis zu lenken – in der Stadt bieten Parks, Flussufer oder ähnliche Grünflächen angepeilte Ziele vor.


>> Ameisen im Rasen oder Garten? Der Frühling bringt es mit sich. , Copyright: Kammerjäger-Profi bekannt aus TV

Und wenn man die oben genannte Liste einmal genauer unter die Lupe nimmt, bietet sie zusätzlich zur Funktion als Ameisenbekämpfungsmittel wertvolle Quellen als Gewürz-, Duft- oder Blütenpflanzen für den heimischen Garten.

Praxis: Als Erstes empfiehlt es sich, die Kräuter nicht nur oberflächlich hinzulegen. Ein Einstecken in den Boden als sicherer Halt ist ratsam. Zudem eignen sich frische Kräuter besser für einen erfolgreichen Einsatz als daraus gewonnene Duftstoffe beziehungsweise Öle.

Natürliche Fressfeinde der Ameisen aktivieren

Die wohl einflussreichsten Fressfeinde der Ameisen sind die Vögel – insbesondere Spechte haben die Emsen zu ihrer Lieblingsnahrung auserkoren. Da die gefiederten Freunde nicht einfach zur Arbeit im befallenen Garten zu überreden sind, helfen einige überzeugende Argumente:

  • Aufstellen von Vogelhäuschen als geschützte Nistplätze
  • Bereiche eines so genannten Wilden Gartens
  • Platzieren von Wasserstellen / einer Vogeltränke
  • Anlocken der Vögel durch Körnerkugeln (nicht nur als Winterverpflegung)
  • Pflanzenreichtum im Garten

So lockt man Vögel unterschiedlichster Gattung in die eigenen vier grünen Wände. Nach kurzer Zeit kreisen zumindest einige Vogelarten regelmäßig über diesem Areal. In einigen Fällen werden manche Spezies sogar ansässig – der wirkungsvollste Schutz. Des Weiteren bieten Singvogel und Co.

Weitere Vorzüge bei der Befruchtung von Blumenrabatten sowie Obstbäumen. In freudiger Erwartung auf bunte Blumenbilder sowie eine ertragreiche Ernte offenbart diese Methode visionär auch als Prävention eine Lösung mit vielfältigem Potenzial.

Hinweis: Als Alternative zu Vögeln gelten ebenso Käfer – speziell der Dickmaulrüssler – Libellen, Kröten und Spinnen als hilfreiche Fressfeinde der Ameisen.

Für Rasen mit sehr sandigem Boden bietet sich zudem der gefährlichste Feind der Ameisen als persönliche Waffe gegen die Invasion an. Der Ameisenlöwe fängt die sechsbeinigen Insekten dabei mit einer eigens gebauten Trichterfalle.

Für eine gelungene Integration der Ameisenfressfeinde sollten entsprechende nahe Rückzugsgebiete existieren. Zum heimischen Wohlgefühl der Nützlinge tragen beispielsweise dichte Hecken oder morsche Baumstämme bei. Ein Laubhaufen sowie eine Trockenmauer bieten weitere Domizile.

Praxis: Blattläuse sind die Anziehungskräfte für Ameisen schlechthin. Der von ihnen produzierte Tau dient den Emsen als süßer Energielieferant für Ernährung, Nestbau, Vermehrung und Population.

Aus diesem Grund halten sich die kleinen Krabbler stets in der Nähe von Blattlaus befallenen Pflanzen auf. Mit der Bekämpfung der Blattläuse wird somit eine tragende Säule ihrer Ernährung eingedämmt und ein Umzug forciert.

Auf chemische Produkte im Duell gegen die Ameisen sollte aus kluger Voraussicht verzichtet werden. Zum einen schlägt ein rein ökologischer Aspekt zu Buche, da Chemikalien sich auf den Boden auswirken. Dies hat für Pflanzen durchaus verheerende Folgen. Bäume sowie Blumen oder andere Rabatten können in Mitleidenschaft gezogen werden.

Der ertragreichen Ernte von Früchten und Gemüse sowie den kleinen, bunten Aufmerksamkeiten in Form von wunderschönen Blumenblüten für die Frau wird unproduktiv entgegengewirkt. Zudem verändert die „chemische Keule“ die Bodenzusammensetzung, was sich auf das ganze Umfeld negativ auswirkt.

Andererseits reagieren ebenfalls einige Personengruppen durchaus empfindlich auf diese Stoffe. Gerade die Gesundheit von Babys und Kleinkindern sowie Schwangeren kann stark beeinträchtigt werden.

Aber auch hyperempfindliche Allergiker haben oft das große Nachsehen. Zusätzlich schützt man die Tiervielfalt, da speziell Insekten ihren relevanten Beitrag zum Gleichgewicht im Ökosystem beitragen. Nur in seltenen, schwer wiegenden Fällen stehen dafür extra Fachinstanzen zur Beratung parat.

Von David Reisner

Der Autor David Reisner beschäftigt sich mit den Themen Wohnen, Bauen,Garten, Einrichtung, Wohnideen und aktuellen Inspirationen rund um den Hausbau und aktuelle Tipps und Trends. In den Ratgebern auf Hausbau Magazin werden vom Betreiber David Reisner aktuelle Tipps umfassend und informativ dargestellt.

Privat ist Herr Reisner auf Veranstaltungen, Tanz-Festivals und Fach-Veranstaltungen im Bereich Online-Marketing anzutreffen.