Wieviel Eigenkapital sollte man mit 30 Jahren für den Immobilien Kauf haben?

Wichtig: Vorab zu den Konditionen für eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital in Österreich informieren! Stockfoto-ID: 295790368 Copyright: Licvin, Bigstockphoto.com

Es ist sinnvoll, bei einem Immobilienkauf Eigenkapital in ausreichender Menge zu nutzen. Die Höhe des Eigenkapitals beeinflusst die Höhe Ihres Darlehens und eines entsprechenden Zinssatzes. Wichtig ist es zu wissen, wie viel Eigenkapital benötigt wird und was empfehlenswert ist. Es stellt sich auch die Frage, ob ohne Erspartes der Bau eines Hauses möglich ist.

Hauskauf zu den besten Konditionen

Ein Hauskauf ist für viele eine große finanzielle Belastung und selten kommt man ohne Fremdkapital aus. Viele wünschen sich aber ein Eigenheim und in der Regel benötigt man dazu Eigenkapital. Je höher das Eigenkapital vorhanden ist, desto größer ist auch die entsprechende Sicherheit für den ausgewählten Kreditgeber. Wichtig ist, dass Sie die Raten des Darlehens wieder begleichen können. Je sicherer die Rückzahlung ist, desto besser für Sie und die Bank und desto weniger Zinsen müssen Sie zahlen.

  • Ist Ihr Eigenkapital höher, so müssen Sie auch geringere Zinsen zahlen. Sie sollten frühzeitig und realistisch Ihre Finanzierung planen und Rücklagen für unvorhersehbare Ausgaben mit Bedacht bilden.
  • Meist hat man mit 30 Jahren noch nicht besonders viel Rücklagen gebildet und das Eigenkapital ist entsprechend gering.
  • Tipp: Man kann sich in Ratgebern darüber genau informieren, wieviel Eigenkapital man mit 30 haben sollte dies dient als mögliche Orientierung für eigene Berechnungen und Überlegungen

Empfehlung für die Höhe des Eigenkapitals

Für den Kauf einer Immobilie gibt es eine Faustregel für die Höhe des Eigenkapitals: Es sollten 20 bis 35 Prozent der Gesamtkosten von eigenen Mitteln aufgebracht werden. Sollten Sie über ein hohes Einkommen verfügen oder andere Sicherheiten haben, dann kann die Quote auch niedriger sein. Zum Eigenkapital zählen Werte wie Geldanlagen in der Form von Wertpapieren, Bargeld, Lebensversicherungen, Immobilien und auch ein bereits erworbenes Baugrundstück.

Es kann auch die Eigenleistung als Eigenkapital geltend gemacht werden. Sind Sie handwerklich begabt, dann können Sie selbst am Bau mitwirken und Eigenleistungen wie Tapezieren, Malerarbeiten oder mit dem Erneuern von Bodenbelägen können Sie dies ganz einfach als Eigenkapital bei dem Hauskauf geltend machen. Es ist sogar möglich, mit der sogenannten Muskelhypothek bis zu 15 % von der Darlehenssumme abzudecken.

In einer Diskussion in einem Onlineforum erhält man ebenfalls erste Einblicke über die Eigenkapital Höhe anderer Projekte und Hausbau Ideen.

Hauskauf ohne Eigenkapital

Kauft man eine Immobilie, so fallen normalerweise zusätzlich zum Kaufpreis weitere Kaufnebenkosten an, welche bis zu 15 % des Kaufpreises ausmachen. Die meisten Banken erwarten, dass Kreditnehmer zumindest solche Kosten selbst tragen können. Es zählen zu den Nebenkosten bei einem Hauskauf die Grunderwerbsteuer und die Kosten für den Eintrag in das Grundbuch sowie die Kosten für einen Makler.

Glücklicherweise gibt es aber auch die Möglichkeit bei manchen Banken ohne Eigenkapital eine Baufinanzierung abschließen zu können. Allerdings ist die mit höheren Risiken verbunden. Eine Vollfinanzierung läuft über einen wesentlich längeren Zeitraum und es kostet den Darlehensnehmer mehr, denn die Zinsen und Tilgung werden dadurch höher ausfallen.

Es ist ratsam für Bauherren, dass sie erst dann den Hauskauf tätigen, wenn sie genügend Eigenkapital aufbringen können. Lassen Sie sich bei einer Vollfinanzierung von Ihrer Bank beraten.

Was kostet ein Haus wirklich?

Was ein Haus nun wirklich kostet, hängt von einigen Faktoren ab, und zwar von der Lage des Grundstücks, von der Qualität der verwendeten Baumaterialien, von der Ausstattung, die in der Inneneinrichtung Verwendung findet und auch von der Größe des geplanten Gebäudes. Das Haus wird also wesentlich teurer, wenn eine exklusive Innenausstattung eingebaut werden soll. Es kann aber andererseits wesentlich kostengünstiger sein, falls das Baugrundstück in einem ländlichen Bezirk liegt, wo der Quadratmeterpreis geringer ist.

  • Zurzeit sind die Baupreise stark steigend und der Bauboom in einigen Ländern lässt die Nachfrage an Baumaterialien steigen.
  • Einzelne Materialien wie etwa Epoxidharze, welche zur Kunststoffverarbeitung und in der Elektro-Industrie benötigt werden, sind innerhalb eines Jahres tatsächlich um bis zu 200 % angestiegen. Auch Dämmstoffe für den Hausbau wurden um rund 25 % teurer.

Der Hausbau kann noch teurer werden

Lieferengpässe wirken sich auf viele Baustellen und Handwerkerbetriebe aus, denn Holzpaletten, Dämmstoffe und Fensterscheiben können nur verspätet oder sogar überhaupt nicht geliefert werden. Die Verzögerungen am Bau können zu höheren Kosten führen und einzelne Bauabschnitte können nicht wie gewöhnlich beendet werden. In solchen Fällen kann der Bauträger oder die Handwerksfirma auf den Mehrkosten sitzen bleiben, falls mit dem Auftraggeber ein Festpreis vereinbart wurde. Bei den zukünftigen Bauprojekten können die gestiegenen Preise vermutlich an die Kunden weitergegeben werden. So können die zukünftigen Hauspreise in Zukunft steigen.

Welche typischen Kosten können bei einem Hausbau entstehen?

Um die Hausbaukosten bei Ihrem Bauvorhaben besser abschätzen zu können, sollte man die Ausgaben für die verschiedenen Bauabschnitte berücksichtigen.

Der Grundstückskauf schlägt mit Suche, Auswahl und Kauf mit etwa 161.500 € zu Buche, die Einrichtung der Baustelle mit Gründungskosten (Erdarbeiten und Zufahrtswege) können 2 % der Gesamtkosten ausmachen.

Der Rohbau kostet mit Bodenplatte, Kellerbau, Wände, Innenwände, Innenputz sowie Geschossdecken, Dach und Fassadengestaltung im Durchschnitt 507 € / qm. Ihr Innenausbau mit Sanitäreinrichtungen, technischer Ausstattung, Elektrik, Heizung, Heizkörper, Türen, Fliesen, Treppe und Bodenbelägen kostet zwischen 400 € und 800 € pro Quadratmeter. Die Außenanlagen wie Gartenanlage, Terrasse, Garage und Einfahrt hingegen kosten noch einmal 10.000 bis 30.000 €.


Fazit

Ratsam ist es, Eigenkapital für den Hausbau einzuplanen, denn bei einer Vollfinanzierung wären die Zinsen deutlich höher und der Zeitraum bis zur vollständigen Abzahlung wäre deutlich länger. Empfohlen wird eine Eigenbeteiligung an den Kosten von zwischen 20 und 35 Prozent des Gesamtkaufpreises der Immobilie. Lassen Sie sich bei Ihrem Kreditinstitut beraten und klären Sie ab, wieviel Eigenkapital Sie insgesamt aufbringen können. Niedrigere Zinsen ermöglichen mehr Liquidität und Sie können größere Summen in die schnellere Tilgung stecken.