Hausbau – Laser Messgeräte kaufen oder mieten?

Laser Messgeräte für die Baustelle Bild: @dqnz579 via Twenty20

Der Einsatz von Laser-Messgeräten beim Hausbau

Präzision im Handwerk war schon immer gefragt. Doch dank modernen Hilfsmitteln, sind die Toleranzen deutlich kleiner geworden. Sei es beim Errichten der Wände, dem Trockenbau oder beim späteren Tapezieren. Laser-Messgeräte haben den Hausbau beschleunigt, während zeitgleich das Ergebnis besser aussieht als jemals zuvor.

Ganz gleich, ob das Objekt von einer Firma oder in Eigenregie realisiert wird: Auf den Einsatz von Lasern sollte keine mehr verzichten.

Die Einsatzgebiete von Laser-Messgeräten

Auf der Baustelle können verschiedene Typen von Laser-Messgeräten zum Einsatz kommen.

Laser-Entfernungsmesser: Ein kleines Gerät, welches aus der Hand heraus bedient wird. Der Laserstrahl ist auf das zu messende Objekt auszurichten. Anschließend berechnet der Helfer, wie lange das Licht für die Strecke hin und zurück benötigt. Daraus wird die Distanz ermittelt, welche nun auf dem Display abgelesen werden kann.

Kreuzlinienlaser: Der Name ist Programm, denn dieser Laser projiziert zwei Linien an die Wand oder Decke. Aus ihnen entsteht ein gut sichtbares Kreuz, nach dem sich der Handwerker orientieren kann. So müssen bspw. Fliesenleger nicht mehr alles von Hand ausmessen und anzeichnen. Dasselbe gilt für Malerarbeiten und das Tapezieren.

Rotationslaser: Ein Laserstrahl sendet sein Licht durchgehend in einem 360-Grad-Winkel aus. Auf dieser Weise kann er eine Linie an alle Wände gleichzeitig werfen. Durch das Einstellen des Neigungswinkels, ist ebenso eine Projektion an Fußboden und Decke möglich. Im Rohbau wird ein Rotationslaser unter anderem zum Ausrichten von Wänden genutzt. Ebenso erlaubt er die rationale Höhenbestimmung. Beim späteren Einrichten ist er ein zuverlässiger Partner um Schränke, Bilder usw. absolut waagerecht aufzuhängen.

Ein Laser-Messgerät kaufen oder mieten?

Obwohl mittlerweile viele Marken hochwertige Laser-Messgeräte vertreiben, verlangen sie immer noch einen gewissen Preis. Zumindest wenn die Qualität stimmen soll und diese ist beim Vermessen absolut entscheidend.

Wer einen solchen Laser nur gelegentlich benötigt, kann ihn sich ausleihen. Unternehmen, welche Messtechnik vermieten, finden sich über das regionale Branchenbuch. Manchmal wird ein solcher Service auch von Firmen angeboten, welche Baustoffe handeln oder Bagger auf Stundenbasis bereitstellen.

Wer ein Laser-Messgerät hingegen beruflich nutzen möchte, genießt mit dem Kauf ein besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis. Denn somit amortisieren sich die Kosten in kürzester Zeit und es entfällt der wiederkehrende Aufwand des Ausleihens.

Laser-Entfernungsmesser: Was ist drin und wie funktioniert das ?

Die wesentlichen Kriterien beim Kauf

Der zu zahlende Preis richtet sich schlussendlich nach der Ausstattung und Leistungsfähigkeit des Messgeräts. Folgende Kriterien sind dabei maßgebend:

  • Mit dem Arbeitsbereich wird angegeben, wie weit der Laserstrahl gut sichtbar bleibt. Für einzelne Räume genügen 10 bis 20 Meter. Auf größeren Baustellen hingegen, darf das Licht bis zu 500 Meter weit reichen. Allerdings gilt es zu bedenken, dass mit zunehmender Entfernung die Anfälligkeit steigt. Zirkulierende Luft und Refraktion gelten als größte Gefahren bei präzisen Messarbeiten.
  • Die Genauigkeit geben Hersteller in Millimeter an. Wobei hier zu beachten ist, in welche Relation die Abweichung gesetzt wird. Es kann sich dabei um einen Wert pro Meter handeln oder er bezieht sich auf den gesamten Arbeitsbereich. Auf Baustellen genügt eine Genauigkeit von 5 mm. Weniger wäre natürlich besser und es ist immer zu schauen, wie präzise die Arbeit sein muss. Zwischen dem Verlegen von Fliesen und dem Aufstellen von Trockenbauelementen, bestehen gewisse Unterschiede.
  • Die Selbstnivellierung ist bei günstigen Laser-Messgeräten oftmals nicht vorhanden. Dass sich der Laser stets selbst ins Lot rückt, bedeutet jedoch weniger Aufwand. Außerdem wird der Mensch als Fehlerquelle ausgeschlossen.
  • Eine Fernbedienung für den Laser ist zu empfehlen, wenn es weite Strecken zurückzulegen gilt. Dadurch lässt sich viel Zeit sparen und der Baufortschritt beschleunigt sich.
  • Die Stromversorgung kann wahlweise über Batterien oder Akkus erfolgen. In beiden Fällen sollte bekannt sein, wie hoch die Betriebszeit pro Ladung liegt. Mitentscheidend ist hierbei, ob der Laser nur kurzzeitig messen oder ein durchgehendes Licht erzeugen soll. Kommt das Gerät jeden Tag viel zum Einsatz, ist ein geladener Ersatzakku oder ein neues Paar Batterien empfehlenswert.

Sinnvolles Zubehör zum Laser-Messgerät

Darüber hinaus gibt es noch ein wenig Zubehör, welches auf Baustellen nützlich sein könnte. Mit einem stabilen Stativ erfolgt die Ausrichtung wesentlich zuverlässiger. Somit müssen keine Tische, Bücher etc. herhalten, um den Höhenausgleich zu realisieren. Vereinzelt liefern Hersteller auch eine Klemme mit. Sie lässt sich an Leitern und Rohren befestigen. Die dritte Lösung stellt eine magnetische Schiene dar.

Bei schwierigen Lichtverhältnissen hilft eine sogenannte Lasersichtbrille. Sie ist bei starker Sonneneinstrahlung oder Baustrahlern nützlich. Ebenso trägt eine Laser-Zielscheibe zur erhöhten Sichtbarkeit bei.

Die Vorteile von Laser-Messgeräten zusammengefasst:

  • Hohe Präzision erleichtert Handwerkern das Arbeiten
  • Beschleunigen den Baufortschritt
  • In verschiedenen Ausführungen (je nach Aufgabe) erhältlich
  • Per Fernbedienung steuerbar