Badewanne einbauen – Senioren & Einstiegshilfe

Badewannen einbauen & genießen Bild: @styledportland via Twenty20

Wer zum ersten Mal eine Badewanne einbaut, der sollte ein wenig handwerkliches Geschick mitbringen.

Der Einbau lohnt sich auf jeden Fall, da es sich um eine kleine Wellness-Oase für das heimische Badezimmer handelt. Mit der folgenden Anleitung zum Badewanne einbauen kann der Einbau sogar Laien gelingen.

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Die Montage vor dem Einbau – Füße, Ablauf und Überlauf montieren

Für die Montage der Füße und Überläufe benötigen Sie Folgendes:

  • die Wanne
  • weiche Unterlage
  • vier Wannenfüße
  • Schraubendreher
  • Schraubenschlüssel
  • Ablauf
  • Überlauf
  • ggf. langes HT-Rohr

Nach der Anlieferung oder Abholung der Wanne werden zuerst die Füße der neuen Badewanne montiert. Dafür werden alle Einzelteile sowie die Wanne selbst auf einen weichen Untergrund gelegt. Damit weder die Wannenelemente noch der Boden zu Schaden kommt, legt man einen Karton oder einen weichen Teppich direkt darunter.

 

Die Füße werden sorgfältig mit der Wanne verschraubt. Meistens wird das Ganze durch eine Mutter auf der Gegenseite weiter gesichert. Dazu brauchen Laien einen passenden Schraubenschlüssel und einen Schraubendreher. Wem das Ganze per Hand zu lange dauert, der greift zu einem elektrischen Schraubendreher.

Nachdem die Füße montiert wurden, folgen der Ablauf und der Überlauf. Zuerst wird das Ablaufventil abgebracht; danach das Überlaufventil. Sollen die Ventile direkt mit dem Anschluss in der Wand verbunden werden, benötigt man ein sogenanntes HT-Rohr.

Das Aufstellen der Wanne

Bevor die neue Wanne angebracht wird, sollte die komplette Umgebung fertig sein. Heißt im Zuge von eines kompletten Umbau des Badezimmers ist dann so ziemlich der letzte Schritt. Es ergibt Sinn, zuerst die Wand sowie den Boden zu fließen und danach die Wanne einzusetzen. Der Übergang wird mit einem sogenannten Abdichtungsanstrich versorgt; alle Anschlüsse befinden sich spätestens zu diesem Zeitpunkt an Ort und Stelle.

Wenn die Füße fest mit der Wanne verschraubt sind, wird die Wanne aufgestellt. Sie soll mit der Wand abschließen und darf nicht wackeln oder schief stehen. Am besten, man setzt eine Wasserwaage ein, um alles exakt auszutarieren.

Damit die Wanne am Ende sicher steht, werden jetzt sowohl die Wannenleisten als auch der Anker montiert. Diese dienen dazu, die Wanne fest mit der Wand zu verbinden. Um die Wanne stets exakt ausrichten zu können, zeichnen Sie sich Linien entlang der Wand genau an den Stellen, an denen der Wannenrand abschließt. Verwenden Sie auch zum Einzeichnen der Linie ein Lineal sowie eine Wasserwaage – ansonsten kann es passieren, dass die Linie schief wird.

Die Wanne fest mit der Wand verankern

Wenn die Füße, die Ventile und die Wannenleisten angebracht wurden, stellt man die Wand endgültig an jene Stelle, an der sie für die nächsten Jahre bleiben soll. Die Wanne lässt sich ganze einfach mit dem verwendeten System verankern, sofern beim Messen und Anbringen nichts schiefgelaufen ist. Anschließend wird das Dichtband angebracht. Es sorgt später dafür, dass keine Feuchtigkeit zwischen die Wand und die Wanne gelangt.

Nach dem Anbringen des Wannendichtbands folgt das Aufbringen des Abdichtungsanstrichs. Danach wird das HT-Rohr ordnungsgemäß verlegt. Eventuell muss man an dieser Stelle Rohre kürzen. Das geschieht mit äußerster Vorsicht. Anwender tragen Handschuhe und nutzen eine Säge mit Metallbügel. Je kleiner das Modell, desto einfacher in der Anwendung. Die so entstandene Schnittkante wird anschließend mit Schleifpapier bearbeitet, um Grate zu beseitigen.

So wird die Montage fertiggestellt

Damit man die Füße nicht mehr sieht und die Badewanne mit Rückwand sowie Boden eine Einheit bildet, wird im nächsten Schritt Gasbetonstein oder eine klassische Planbauplatte verwendet. Meistens werden die Platten relativ unkompliziert mit flüssigem Fliesenkleber angebracht. Danach werden sämtliche noch fehlende Fliesen eingesetzt. In der Regel handelt es sich hier um den Bereich oberhalb der Badewannenkante.

Hochwertiges Silikon sorgt dafür, dass die letzten feinen Rillen zwischen Wand und Wanne abgedichtet werden. Es sollte sich ausdrücklich um flüssiges Silikon handeln, welches sich für den Sanitärbereich eignet. Man trägt es sauber zwischen der Wanne und den Wandfliesen auf. Der Überschuss wird sofort abgenommen, bevor er aushärten kann. Das Silikon muss in der Zukunft eventuell erneuert werden, weil es sich mit der Zeit löst, dünner wird oder sich Schimmel bilden kann.

Die Montage mit einem Wannenträger

Handelt es sich um eine Badewanne ohne Füße, die mit einem Wannenträger montiert werden soll, unterscheidet sich der Einbau ein wenig vom Vorgehen einer Wanne mit Füßen. Man stellt zuerst den Wannenträger auf und setzt dann die Wanne ein. Danach wird die Stelle für das Ablaufloch eingezeichnet und die Wanne wieder entfernt. Das Loch wird an der markierten Stelle gebohrt, sodass Ab- sowie Überlauf platziert werden können.

Der Wannenträger wird danach auf den Kopf gestellt und man trägt den Montageschaum an der Unterseite auf. Danach erfolgt das endgültig Aufstellen des Trägers. An dieser Stelle darf nichts mehr wackeln oder uneben erscheinen! Anschließend kommt die Wanne in den Träger – auch hier müssen die beiden Elemente nahtlos ineinandergreifen.

In dem folgenden Video wird Schritt für Schritt gezeigt, wie man eine Badewanne einbauen kann:

Seniorengerechte Badewanne – darauf achten

Senioren haben besondere Ansprüche an Badewannen. Theoretisch kann die Wanne anstelle der Dusche oder als willkommene Ergänzung weiterhin genutzt werden – auch bei eingeschränkter Beweglichkeit. Das klappt allerdings nur, wenn man einige Dinge beachtet. Vor allem der Einstieg sowie Ausstieg kann für Senioren tückisch sein.

Die Lösung: Eine Badewanne mit eingebauter Tür, die sich problemlos öffnen sowie schließen lässt. Auf diese Weise kann die Wanne fast ebenerdig betreten werden. Alternativ dazu kommt eine Wanne mit Einstieg in Betracht. Diese kann man in vielen Fällen auch als Dusche verwenden, sofern ein Abschnitt mit einer Duschwand oder einen Vorhang verdeckt wird.

Wer keine neue Badewanne einbauen lassen möchte, der kann die alte Wanne mit seniorengerecht modifizieren.

Das klappt, indem zum Beispiel eine Tür integriert oder eine Badewannen Einstiegshilfe (https://badewannen-einstiegshilfe-test.de/) ergänzt wird. Entsprechende Bausätze findet man im gut sortierten Baumarkt oder online. Wer sich das nicht zutraut, fragt einen Profi um Rat, der für kleines Geld tätig wird.

Letzte Aktualisierung am 27.05.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen.