Was kostet ein guter Tresor für zu Hause?

Auch 2024 ist die Zahl der Wohnungseinbrüche wieder gestiegen, und das bereits im dritten Jahr in Folge. Fast 80.000 Mal stiegen Kriminelle im Bundesgebiet mit mehr oder weniger großem Erfolg in fremde Räume ein. Sie verursachten dabei einen Schaden von mehr als 340 Millionen Euro. Diese Zahl bezieht sich nur auf die Beute beziehungsweise das Diebesgut! Verständlich, dass die Menschen ihr Hab und Gut zunehmend schützen wollen und sich nach einem Tresor für zu Hause umschauen.

Doch welche Eigenschaften sollte ein guter Tresor für die heimischen vier Wände eigentlich besitzen und was kostet er?

Das Wichtigste zuerst

Zunächst einmal ist es wichtig, dass man kein Produkt eines x-beliebigen Billig-Anbieters kauft, sondern sich an einen erfahrenen Spezialisten wendet. Auch bei Tresoren gibt es nämlich enorme Qualitätsunterschiede. Minderwertige Modelle lassen sich beispielsweise von Einbrechern spielend einfach „knacken“. Sie sind somit nutzlos und eine sinnlose Investition. Achten Sie darum bei der Auswahl auf eine vernünftige Tür- und Türblattstärke sowie auf stabile Bolzen. Außerdem sollte der Safe ein robustes Schloss mitbringen. Entscheiden Sie sich für einen modernen Tresor mit Elektronikschloss, sollte er entweder einen Notöffnungsschlüssel mitbringen oder über die Möglichkeit zur Notbestromung von außen verfügen. So ist im Falle eines Falles problemlos eine Notöffnung möglich. Es gibt heute aber auch Tresore mit Smart Lock und RFID-Schloss. Das klassische Schlüsselschloss ist natürlich ebenso weit verbreitet. Möchten Sie maximal auf Nummer sicher gehen, wählen Sie einen Tresor mit einer offiziellen Sicherheitsstufe.

Die verschiedenen Sicherheitsstufen bei einem Tresor

Ein Tresor ohne Sicherheitsstufe bietet Ihnen einen Basis-Schutz und ist immer dann eine gute Wahl, wenn sich Ihre Werte in einem moderaten und eher niedrigen Rahmen bewegen. Tipp: Sprechen Sie im Zweifel vorher mit Ihrer Versicherung, denn diese lehnen es manchmal ab, den Inhalt eines Tresors ohne Sicherheitsstufe zu versichern. Teilweise sind die Versicherungssummen auch nur sehr gering. Ein zertifizierter Tresor ist darum in vielen Fällen die bessere Wahl.

Die Zuweisung einer bestimmten Sicherheitsstufe erfolgt nach der europäischen Norm EN 14450, die sich auf Tresore für die private und leicht gewerbliche Nutzung bezieht. Die Modelle werden dafür von unabhängigen Prüfinstituten kontrolliert und – sofern alle Anforderungen erfüllt sind – zertifiziert. Während der Prüfung werden die Tresore verschiedenen strengen Tests mit unterschiedlichen Werkzeugen unterzogen. So lässt sich feststellen, wie lange sie einem Aufbruchversuch widerstehen können.

Die Eingruppierung weist somit die Qualität des Einbruchschutzes nach. Unterschieden wird vor allem zwischen zwei Stufen:

  • S1: Ein Tresor dieser Klasse bietet einen grundlegenden Schutz vor Einbrüchen und ist im privaten Bereich bis 5000,- Euro versicherbar. Er gilt als solides Einstiegsmodell und zeichnet sich durch geprüfte Schlossmechanismen sowie eine anspruchsvolle Bauweise aus.
  • S2: Ein Tresor dieser Klasse bietet im Vergleich zu einem Safe der Sicherheitsstufe S1 einen verbesserten Schutz sowie eine erhöhte Widerstandsfähigkeit. Er verfügt grundsätzlich über eine mehrwandige Bauweise und ist mit einem stabilen Sicherheitsschloss nach EN 1300 ausgestattet. Im privaten Bereich kann er in der Regel bis zu 20.000,- Euro versichert werden. Ebenso kann er unter bestimmten Voraussetzungen im gewerblichen Bereich eingesetzt werden, in diesem Fall ist er aber nur bis 2500,- Euro versicherbar.

Wenn Sie sich für einen Tresor mit Sicherheitsstufe interessieren, sollten Sie die Auswahl von der Höhe der zu versichernden Werte sowie Ihrem individuellen Sicherheitsbedürfnis abhängig machen.

Welche Extra-Funktionen sollte ein Tresor vorweisen?

Das kommt immer auf den Einzelfall an. Ein verstellbarer Fachboden ist auf jeden Fall sinnvoll, denn dann sind Sie flexibler in der Unterbringung Ihrer Wertgegenstände. Teilweise sind auch Ausstattungsmerkmale wie Hängeregister oder Schlüsselhaken vorhanden. Achten Sie zudem auf den Türöffnungswinkel. Er beträgt in vielen Fällen 90 Grad, was auch durchaus sinnvoll ist. Viele Tresore bringen eine weiche Filzeinlage mit. Sie dämpft nicht nur Stöße beim Bewegen der Wertgegenstände, sondern schützt empfindliche Werte wie Münzen, Uhren und Schmuck auch vor Kratzern und Macken. Kaufen Sie einen Tresor ohne Filzeinlage, können Sie diese natürlich auch nachträglich noch hineinlegen. Ein Höchstmaß an Nutzerkomfort bietet zudem eine Innenraumbeleuchtung. Sie schaltet sich sofort und automatisch ein, sobald Sie Ihren Tresor öffnen.

Welche verschiedenen Tresor-Arten gibt es für den privaten Bereich?

  • Möbeltresore wie die hochwertigen Tresore & Safes vom Hersteller Rottner eignen sich für zu Hause besonders gut. Sie werden in Schränken, Schreibtischen und Kommoden eingebaut und beanspruchen somit keinen separaten Platz. Darum sind sie auch für kleinere Wohnungen eine ideale Lösung. Ein Möbeltresor kann von Einbrechern nicht einfach mitgenommen werden, denn er wird fest verankert. Für Kriminelle ist der Aufwand, ihn aus dem Möbelstück zu befreien, in den meisten Fällen zu hoch, so dass sie ihr Unterfangen oft aufgeben.
  • Wie der Name verrät, werden Wandtresore direkt in der Wand eingemauert, so dass sie mit dem Mauerwerk fest verbunden sind. Für ein solches Modell müssen Sie ebenfalls keinen separaten Platz zum Aufstellen suchen, außerdem ist die Optik angenehm unauffällig und dezent. Sie können den Safe sogar unsichtbar hinter einem Wandbild verstecken. Wandtresore bieten eine hohe Sicherheit, denn für Einbrecher ist die Mitnahme ohne Weiteres nicht möglich. Hier ist schon eine enorme Kraftanstrengung beziehungsweise Gewaltanwendung erforderlich, um sie aus der Wand auszubauen. Die Kriminellen brauchen zudem spezielles Werkzeug oder sogar Geräte.
  • Freistehende Tresore zeichnen sich durch eine hohe Flexibilität aus, denn sie müssen nirgendwo eingebaut werden. Eine Platzierung ist quasi überall möglich, außerdem können sie bei Bedarf transportiert werden. Damit sie dennoch einen hohen Schutz bieten, müssen sie über besonders sichere Komponenten verfügen. Eine Mehrfachverriegelung ist hier beispielsweise ein Muss
  • Feuerschutztresore dienen in erster Linie dazu, die enthaltenen Werte im Brandfall zu schützen. Gerade Werte aus Papier wie wichtige Dokumente oder Geldscheine werden von einem Feuer sekundenschnell vernichtet. Bei der Auswahl ist die Höhe des Feuerschutzes zu beachten. Manche Tresore halten einem Brand nur 30 Minuten stand, andere dagegen 120 Minuten

Wie wähle ich die richtige Tresorgröße?

Tresore gibt es in zahlreichen Größenordnungen, weshalb Sie sich vor dem Kauf genau überlegen sollten, wofür Sie den Safe künftig hauptsächlich verwenden wollen. Handelt es sich um Werte mit kleineren Abmessungen wie zum Beispiel einige wenige Uhren, Schmuck oder Bargeld, reicht Ihnen ein kleineres Modell in der Regel aus. Die komplette Münzsammlung, die sichere Aufbewahrung von Gold oder die teure Spiegelreflexkamera erfordert aber natürlich einen etwas größeren Tresor. Bedenken Sie auch, dass sich Ihr Tresor im Laufe der Zeit vielleicht noch etwas füllen wird. Erfahrungsgemäß legt man nämlich mehr hinein als man herausholt. Darum ist ein etwas größerer Tresor mit Platzreserve oft die richtige Kaufentscheidung.

Welche Tresore sind wirklich empfehlenswert?

Wie eingangs bereits kurz angesprochen, ist eine hochwertige Qualität vom Fachmann sehr wichtig, denn sie beeinflusst maßgeblich, wie sicher der Tresor im Ernstfall ist. Adäquate Beispiele sind die Produkte des österreichischen Familienunternehmens Rottner, die schon seit mehr als 50 Jahren für maximalen Einbruchschutz sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich sorgen. Das Unternehmen kann auf zahlreiche Referenzen von renommierten und international bekannten Kunden verweisen und bietet ein breit gefächertes Portfolio für alle Anforderungen. Ein besonderer Vorteil ist, dass Interessierte individuell und kompetent beraten werden. Rottner Tresore punkten mit sehr guten Eigenschaften und Merkmalen. Ein Topseller ist beispielsweise der Wertschutzschrank EN1 Toscana 40, der nicht nur „Langfingern“ das Leben extrem schwer macht, sondern auch einen Schutz vor leichten Bränden bietet. Des Weiteren verfügt er über Features wie ein Elektronikschloss mit Notbestromung, einen verstellbaren Fachboden und einen Türöffnungswinkel von 90 Grad. Mit Außenmaßen von 300 mal 420 mal 390 Millimetern besitzt er zudem eine schön kompakte Größe. Interessenten mit kleinerem Budget entscheiden sich gerne für den Möbeltresor Fifty Safe 2, der ebenfalls vor leichten Bränden schützt und mit einer hochmodernen Handy-Öffnung ausgestattet ist. Die Inbetriebnahme ist einfach und intuitiv, außerdem können mehrere Zugangsberechtigungen erteilt werden. Die Verbindung zur App erfolgt über einen individuellen QR-Code. Preislich in einem guten mittleren Segment bewegt sich der Möbeltresor Jupiter 4 mit Elektronikschloss. Er ist besonders platzsparend und kompakt, bietet aber auch gleichzeitig einen soliden Schutz.

Was kostet denn nun ein guter Tresor für zu Hause?

Eine pauschale Preisangabe ist aufgrund der vielen verschiedenen Ausführungen, Arten, Sicherheitsstufen und Ausstattungen nicht möglich, es gibt aber natürlich hilfreiche und grobe Orientierungswerte. Man kann sagen, dass ein Tresor ab 100,- Euro in vielen Fällen bereits die meisten Anforderungen privater Verwender erfüllt, wobei man sich die jeweiligen Merkmale vorher natürlich gut anschauen sollte. Manchmal bekommt man teurere Modelle im Rahmen von Sonderangeboten oder Jubiläumsaktionen auch deutlich günstiger. Wer hier zuschlägt und sich einen Tresor eines renommierten Anbieters sichert, bekommt oft ein qualitativ erstklassiges Produkt zu einem erfreulich günstigen Preis. Käufer haben dann vor allem fast immer die Gewissheit, dass sie sich für einen wirklich guten Tresor entschieden haben, der aber letztendlich nicht viel mehr kostet als ein schlecht verarbeitetes Billig-Schnäppchen, das einem Einbruchsversuch gar nicht standhalten würde. Nach oben hin gibt es preislich kaum Grenzen. Hier gilt die Faustregel: Je sicherer der Schutz und je umfangreicher die Ausstattung, desto teurer ist ein Tresor meist auch. Das heißt im Umkehrschluss aber nicht, dass günstigere Modelle automatisch weniger sicher sind. Wie gesagt, man sollte sich den Anbieter anschauen, und wenn dieser mit positiven Bewertungen, Erfahrung, Kompetenz und einem kundenfreundlichen Service punktet, erfüllt meist auch ein nicht so teurer Tresor voll und ganz seinen Zweck. Von Anbietern, die auf ihrer Webseite noch nicht einmal ein Impressum präsentieren oder keinerlei Möglichkeit zur Kontaktaufnahme bieten, sollte man generell die Finger lassen.

Von David Reisner

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