Schnecken im Garten natürlich bekämpfen – Hausmittel

Wichtig: Schnecken rechtzeitig bekämpfen! Stockfoto-ID: 138441419 Copyright: maerzkind, Bigstockphoto.com

So mancher Hobbygärtner wird von gefräßigen Schnecken geplagt. Salatköpfe werden angeknabbert, die Petersilie komplett vertilgt und so manches Blumenbeet zerstört.

Es sind die Nacktschnecken, die rasch zur Plage werden können, denn von Schnecken mit Haus geht selten eine Gefahr aus. Da sich die Schnecken meist über Gemüse hermachen, ist es sinnvoll sie mit natürlichen Mitteln, ohne umweltschädliche Chemie, zu bekämpfen.

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Wichtig: Schnecken rechtzeitig bekämpfen!
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Dieser Ratgeber soll Ihnen helfen, die Plagegeister umweltfreundlich und ohne Gesundheitsgefährdung loszuwerden.

Gießverhalten

  • Gießen am Morgen
    Damit die Erde gut abtrocknen kann, frühmorgens gießen statt am Abend, denn Schnecken sind nachtaktiv und finden somit eher trockene Beete vor, die ihre Fortbewegung einschränken.
  • Punktuell gießen
    Großflächiges Gießen sollte vermieden werden, denn durch punktuelles gießen bei jenen Pflanzen, die es brauchen, wird den Schnecken der Weg erschwert.

Gerüche

  • • Knoblauch, Zwiebel und bestimmte mediterrane Kräuter werden von Schnecken nicht verspeist. Thymian kreisförmig um das Gemüsebeet gepflanzt hält die Schnecken auf Distanz.
  • • Moosextrakt oder Lebermooskonzentrat

Schneckenbefall wird durch Besprühen der Pflanzen erzielt. Im Internet ist Lebermooskonzentrat leicht erwerblich, Moosextrakt kann auf folgende Weise selbst produziert werden:

  • 50 Gramm trockenes Moos pro Liter Wasser
  • 24 Stunden im Wasser ziehen lassen
  • Danach durch ein Sieb abseihen
  • Steht kein Moos zur Verfügung kann das Extrakt auch aus Efeu, Holunderblättern, Schafgarbe oder Lavendel gewonnen werden.

Dieses Extrakt auf die Pflanzen aufgesprüht vertreibt die Weichtiere augenblicklich.


>> Schnecken bekämpfen – Hausmittel im Test und was wirklich gegen Schnecken hilft – Copyright: Gartengemüsekiosk

Muss nach jedem Regen wiederholt werden! Nutzpflanzen sollten damit nicht in Berührung kommen, da die Tinktur Giftstoffe enthalten kann, je nachdem welches Ausgangsmaterial verwendet wurde.

  • Schneckenpaste

Damit Schnecken das Hochbeet nicht erreichen können, wird Schneckenpaste aufgetragen. Zitronensäure ist die Basis und wird auf Mauern, Glashäusern, Holz oder Gefäße aufgetragen. Diese Paste ist resistent gegen Wasser, Regen und wirkt monatelang.

Zaun bzw. Barrieren errichten

  • Sägemehl oder Kalk
    Schnecken meiden einen rauen Untergrund, daher können die gefräßigen Tiere mit einem Ring aus Sägemehl oder Kalk rund um das Beet ferngehalten werden. Dieser Ring muss allerdings nach dem Regen erneuert werden.
  • Schneckenzaun
    Im Fachhandel gibt es Schneckenzäune zu finden. Diese müssen so eingegraben werden, dass sie mindestens 10 cm in den Boden und 10 cm aus dem Boden ragen. Wichtig ist, dass keine Pflanzenteile über den Zaun hängen und den Schnecken als Leiter dienen können.
  • Schneckenzaun selber bauen
    Das glatte Metallblech muss mindestens 35 cm hoch sein. Die Biegung des Falzes sollte in einem 60 Grad Winkel nach unten zeigen. Die Metallplatten müssen lückenlos aneinander gereiht und mindestens 10 cm in den Boden eingegraben werden. Wichtig ist, dass der Falz weg vom Beet angebracht wird, um eine zusätzliche Barriere darzustellen.
  • Schneckenring Kupfer
    Fällt die Entscheidung gegen einen Schneckenzaun aus Plastik aus, kann Kupferdraht Abhilfe schaffen. Mehrere Stränge des Drahtes werden zu einer dicken Kordel gedreht und zu einem Ring geschlossen. Dieser wird um die zu schützenden Pflanzen gelegt. Flach am Boden, damit die Schnecken darunter durch kriechen können. Dick und in sich geschlossen muss er sein der Ring, dann wir er von Schnecken nicht überquert.
  • Salathaube
    Diese Haube wirkt ähnlich wie der Ring um die Pflanzen. Jungpflanzen lassen sich damit vortrefflich vor Schneckenfraß aber auch vor zu starker Sonneneinstrahlung schützen.


>> Schneckenzaun / Schneckenbarriere – ohne Chemie – so vertreibst du sie – Teil 1 – deutsch – Copyright: Das baue ich selbst1
Fallen aufstellen

  • Schneckenfalle
    Um die Tierchen besser einsammeln zu können, hilft es Dachziegel, umgedrehte Tontöpfe, hohl aufliegende Bretter mit Grünabfällen aufzulegen. Dort werden sich die Schnecken rasch versammeln und können entfernt werden.
  • Bierfallen aufstellen
    Schnecken werden von Bier magisch angezogen. Ein Becher im Beet eingegraben hilft und der Alkohol im Bier tötet die Schädlinge. Leider gehen auch Käfer und andere Insekten so oft in die Falle. Sie benötigen einen verschließbaren Plastikbehälter, der mit vier Öffnungen am Rand versehen wird. Befüllt mit Bier wird er Behälter so eingegraben, dass sich die Schlupflöcher circa einen Zentimeter über dem Boden befinden.


>> Schnecken bekämpfen ☆ Schneckenabwehr giftfrei ☆ kein Frass mit schneckenresistenten Pflanzen – Copyright: schneckeninfo
Mechanisch

  • Absammeln der Schnecken
    Ohne Einsatz von giftigen Mitteln kann man Schnecken entgegenwirken, wenn man sie ganz einfach einsammelt. Abklauben und in einem Eimer sammeln, dann jedoch sehr weit von den eigenen Beeten entfernt wieder aussetzen. Wer sich jedoch entschließt die Tiere zu töten, kann dies durch einen Hieb mit einem schweren Gegenstand oder durch Einfrieren durchführen. Keinesfalls sollten tote Schnecken im Garten liegengelassen werden, denn sie ziehen Artgenossen an, die dadurch ein Festmahl serviert bekommen.
  • Vernichten der Schneckeneier
    Zeitig im Frühjahr oder im Herbst hilft es die Gelege von mehreren hundert Eiern aus dem Boden zu entfernen. Allerdings beeinträchtigt diese Methode die Humusbildung, denn wenige Schnecken sind durchaus erwünscht, um verwesende Pflanzenteile und tote Tiere zu zersetzen.

Pflanzenauswahl

Auf die Wahl der richtigen Sorte kommt es an. Salat zählt zwar zur Lieblingsspeise von Schnecken, jedoch mögen sie keine Sorten mit roten Blättern.

Pflanzen mit fleischigen Blättern, wie Fetthenne oder Hauswurz werden gemieden, da die Schnecken an den dicken Blättern nur schwer knabbern können. Das gilt auch für behaarte Blätter oder ledriges Grün. Auch giftige Pflanzen wie Maiglöckchen, Pfingstrose und Fingerhut werden verschmäht.

Natürliche Feinde ansiedeln

Viele Vogelarten, z. B. Amseln, Stare, Meisen, Eulen und Elstern sowie Igel, Spitzmäuse, Kröten und Blindschleichen verzehren Schnecken mit Vorliebe, daher sollte ihnen durch Laubhaufen und mögliche Nistplätze Unterschlupf gewährt werden, damit sie sich ansiedeln und im Garten wohlfühlen können.

Nistkästen und Vogelhäuser gibt es günstig im Baumarkt zu kaufen oder diese sind schnell selbst gebastelt.

Auch die Schneckeneier werden gerne von Tieren vertilgt. Der Aaskäfer, Goldlaufkäfer, Hundertfüßler oder das Glühwürmchen erzielen Erfolge beim Bekämpfen einer Schneckenplage.

Die biologischen Feinde werden durch einen bunten Garten mit Pflanzenvielfalt angelockt und finden sie Unterschlupf z. B. in strohbefüllten umgedrehten Blumentöpfen, werden sie sich rasch an den Schnecken gütlich tun.

  • Nematoden
    Dabei handelt es sich um Fadenwürmer, die im Fachhandel verfügbar sind. Dem Gießwasser beigegeben dringen sie in die Schnecken ein und infizieren diese mit tödlichen Bakterien. Für uns Menschen und andere Tiere sind Nematoden ungefährlich.

Beschaffenheit des Bodens

  • Boden feinkrümelig halten
    Das Einarbeiten von Sand und Kompost führt dazu, dass der Boden feinkrümelig wird, wodurch der Raum zum Ablegen der Eier eingeschränkt wird.
  • Beete nicht mulchen
    Zur Fortbewegung benötigen Schnecken eine hohe Feuchtigkeit, daher sollte der Boden immer gut abtrocknen können und möglichst nicht oder nur sehr wenig gemulcht sein.
  • Kein Umgraben mehr im Herbst
    Schnecken legen ihre Eier gerne in Hohlräume, daher sollte im Herbst in den Beeten nicht mehr umgegraben werden, um die Eiablage gering zu halten.
  • Komposthaufen professionell aufschichten
    Um die Eiablage der Schnecken zu verhindern, sollte der Komposthaufen so aufgeschichtet werden, dass seine Innentemperatur steigt wodurch die abgelegten Eier absterben.

Natürliche Mittel gegen Schnecken

  • Sand
    Sand hilft den Boden aufzulockern und feinkrümelig zu machen, wodurch beim Umgraben keine Hohlräume entstehen und somit keine Möglichkeit für die Schnecken bieten ihr Gelege abzulegen. Auf Gartenwege gestreut stellt er ein Hindernis für Schnecken dar und wird nicht gerne überwunden.
  • Kaffeesatz
    Hier profitieren passionierte KaffeetrinkerInnen. Kaffeesatz großflächig um zu schützende Pflanzen ausgestreut, vertreibt die Schnecken, denn in hoher Konzentration ist dieser für die gefräßigen Tiere tödlich. Auch ringförmig um die Pflanzen plaziert hilft Kaffeesatz die Schnecken aufzughalten.
  • Eierschalen
    Eierschalen in kleine Stücke gebrochen, stellen kleine Splitter dar, die gemischt mit Sägespänen eine gefährliche Barriere für Schnecken darbieten. Dieses Gemisch zwischen die Pflanzen oder auf den Gartenweg gestreut, hindert die Weichtiere an ihr Ziel zu gelangen.
  • Kräuter
    Nacktschnecken verabscheuen Rosmarin, Salbei oder Thymian. Diese zwischen Gemüse gepflanzt dämmt den Schneckenbefall sehr gut ein.
  • Asche
    Abgekühlte Asche hilft gegen Schnecken. Wer also einen Kamin sein eigen nennt oder gerne grillt verteilt die kalte Asche um die zu schützenden Pflanzen.